Eingabegeräte für PCs - Ist die Maus das Ende der Fahnenstange?

Wie in dem Wikipedia-Beitrag zur Geschichte der Computermaus zu lesen ist, wurde diese vor nunmehr über 40 Jahren entwickelt. Lautete der bescheidene Name zunächst nur "X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem" (Techniker hatten noch nie ein Händchen für aussagekräftige Bezeichnungen Ihrer Erfindungen), so sollte doch in den nächsten Jahrzehnten diese Erfindung als "Maus" die vorherrschende Stellung bei den Eingabegeräten für Computer einnehmen. Auch wenn es zwischenzeitlich hoffnungsvolle Anwärter auf deren Ablösung für die nächsten paar Jahrzehnte gab (so zum Beispiel der Trackball), blieb an dem Konzept der "Maus" im Grunde alles unverändert. Doch hält die Maus noch weitere 40 Jahre ihren Erfolg aufrecht?

Swiftpoint: Kleiner und handlicher Mausersatz

Zur Homepage des Swiftpoints...

Erst kürzlich, auf der CeBit 2008, wurde ein neues, der Maus recht ähnliches Eingabekonzept von der neuseeländischen Firma Simtrix vorgestellt: den Swiftpoint.

In der Variante "Triped" kann dieses Gerät ähnlich dem Stift eines TabletPCs dazu genutzt werden, Zeichnungen oder Handschrift an den Computer zu übertragen. Er ist dabei ebenso klein und praktisch geformt wie sein Bruder, der "Slider". Dieser soll vor allem in einem Laptopumfeld seine Stärken auspacken, da dieses Gerät auf auf der, meistens flachen Tastatur eines Laptop prima als Mausersatz funktioniert. Durch die Bauform kann man den Swiftpoint während des Tippens einfach am Daumen lassen und nur bei Bedarf die Mausfunktion nutzen.

Ein Demo davon ist in diesem YouTube-Video zu sehen:

Science-Fiction war gestern: Touchpads als Eingabegeräte der Zukunft

Kennen wir das nicht alle aus den liebgewonnenen SciFi-Filmen? Der kühne Held kommt ohne weitere Informationen nicht weiter in seinem Kampf gegen Unrecht und zieht einen Computer zu Rate. Doch der Griff zur Maus wäre bei weitem nicht so spektakulär wie hektisches Gefuchtel vor dem Monitor. Bald müssen die Schauspieler nicht mehr imaginäre Fliegen vertreiben oder Schmierflecken auf einer Glasscheibe hinterlassen, sondern können eine Runde Solitär spielen wärend der Regisseur munter filmt.

Den Anfang mach hierbei die Firma Touchtech, wenn auch etwas "simpel" mit einem überdimensonalen Touchpad. Eine vergleichbare Technologie hat Apple mit seinem iPhone und dem iPod Touch bereits vorgestellt, daher sollte uns das nicht von den Socken werfen:

Eine interessante Anwendungsmöglichkeit dieser Technologie ist reactable...

Auch als "Tangible User Interface" bezeichnet, also eine berührbare Benutzerschnittstelle, ist hierbei mit einem schönen Beispiel aufgezeigt, wie die Zukunft der Computereingaben aussehen könnte:

Ebenfalls eine schöne Demo der MultiTouch-Techologie ist hier zu sehen:

Auch Microsoft arbeitet an einem solchen Konzept und geht hier einen Schritt weiter. Es baut direkt eine komplette, sinnstiftende Umgebung darum:

Zwar kein Eingabegerät im engeren Sinne, aber durchaus erwähnenswert in diesem Zusammenhang, ist der BumpTop-Desktop. Er ermöglicht es, den Desktop seines Betriebssystems in einer 3D-Umgebung zu managen und macht den Computer somit ein Stück realer:

Warum in die Ferne schweifen?

Denn schon heute gibt es interessante Alternativen oder Weiterentwicklungen zur klassischen Maus:

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